Die wichtigsten Weltuntergangstermine & SzenarienWeltuntergang 2016 – Wann die Welt wirklich untergeht

Mit Update zum 16. Mai 2016 (Pfarrer Salazar) – Die Welt wird untergehen – soviel ist klar. Die Frage ist nur, wann es soweit sein wird. Wir haben eine ständig aktualisierte Liste der wichtigsten Weltuntergangsprognosen.

Seit tausenden von Jahren beschäftigt sich die Menschheit mit der Möglichkeit, ihres eigenen Untergangs. Die Bandbreite der möglichen Szenarien ist dabei groß und reicht von religiösen Fantastereien bis zu vermeintlich wissenschaftlich fundierten Bedrohungen. Am wahrscheinlichsten scheinen noch Asteroideneinschläge und Pandemien – Bedrohungszenarien, an deren Entschärfung die Wissenschaft bereits arbeitet.

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Weltuntergangstermine

Um die Lebensplanung ein wenig zu erleichtern, finden Sie hier die wichtigsten Weltuntergangstermine mit entsprechendem Szenario und dem dazugehörigen „Experten“:

TerminExperteWas passiert?
2013Piers van der Meer (Astrophysiker)Sonnenexplosion
2014Chabibullo Abdussamatow (Astrophysiker)neue Eiszeit
2014Baba Wanga (Wahrsagerin)Chemiewaffen-Krieg, Epedimien
22.9. - 28.9. 2015OnlineszeneAsteroid
2015Mark Blitz, John Hageezweite Wiederkunft Jesus
12/2015Onlineszene mit Bezug auf Zecharia SitchinKollision mit unentdecktem Planeten Nibiru
16.6.2016Pfarrer Salazar (Tokio)Asteroid + Antichrist
2016James Hansen (Klimaforscher)Gletscher schmelzen und überfluten das Festland
2018NostradamosAtomkrieg
2020Jeane Dixonzweite Wiederkunft Jesus
2021F. Kenton Beshorezweite Wiederkunft Jesus
2026Messiah FoundationKollision der Erde mit einem Kometen
2076David Cook (Rice University)Kampf im Vorfeld des jüngsten Gerichts im heutigen Syrien

Sebastian Fiebiger: Wer also noch langfristige Termine im Kalender hat, kann die ganz entspannt löschen. So eine „Deadline“ hat doch auch etwas unheimlich Entspannendes.

Weltuntergangsbilder

So stellen sich Künstler den Weltuntergang vor:

Alle Weltuntergangsbilder anschauen

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Weltuntergangsszenarien

Eiszeit

Droht der Menschheit eine neue Eiszeit? (Foto: basel101658 | Shutterstock)

Die Erde gekocht oder gefroren – Weltuntergangsszenario Extremtemperaturen

Alle Welt spricht vom Klimawandel. Die Temperaturen des aktuellen Sommers heizen nicht nur den Deutschen ein, sondern auch wieder einmal die Klimadiskussionen an. Weltuntergangsprophezeiungen,  die in Zusammenhang mit dem Klima stehen, werden lauter.

Das Szenario Extremtemperaturen: Die Eisberge am Nord- und Südpol schmelzen. In der Schweiz tauen die Gletscher und in Russland verflüssigen sich die Permafrostböden. Der Meeresspiegel steigt und verschluckt wie das Monster von Loch Ness nach und nach bewohntes Land. Naturkatastrophen häufen sich. In Asien treten vermehrt Überschwemmungen auf. In Europa stürmt es immer heftiger und in Afrika setzt extreme Dürre ein. Der natürliche Lauf der Dinge, der Ausstoß giftiger Gase und Veränderungen der Sonnenstruktur haben die globalen Temperaturen in den vergangenen 100 Jahren laut dem Weltklimerat um rund 0,7 Grad ansteigen lassen. Eine fortschreitende Erderwärmung könnte zahlreiche Erdregionen unbewohnbar machen und ein Artensterben zur Folge haben. Ab rund 60 Grad Celsius ist der Mensch nicht mehr überlebensfähig. 150 Grad Celsius gilt als Obergrenze für Leben im Allgemeinen, denn bei diesen Temperaturen brechen DNA-Strukturen auf. Die Grenze für Kohlenstoff basiertes Leben liegt bei etwa 300 Grad, weil ab dieser Grenze auch Kohlenstoffverbindungen brechen. Auch in der Gegenrichtung ist Leben aber nicht bis ins Unendliche denkbar. Ab einer Temperatur von minus 180 Grad Celsius verflüssigt sich selbst Sauerstoff. Sind Klimakatastrophen wie eine Überhitzung oder eine Eiszeit sind als Weltuntergangsszenarien also gar nicht so unbegründet?

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Die wissenschaftlichen Meinungen über die globale Klimaerwärmung gehen weit auseinander. Statt einem Weltuntergangsszenario sehen viele Wissenschaftler in den aktuellen Erderwärmungsprozessen eine natürliche Erscheinung, die es in der Geschichte der Erde schon öfter gegeben hat. Die Variabilität der Erdbahn verursacht dieses Phänomen. Die Erde weicht durch magnetische Prozesse regelmäßig von ihrer Bahn ab und variiert damit auch in ihrer Nähe zur Sonne. Hinzu kommen die Veränderungen der Sonnenstruktur: Die Sonne ist heute insgesamt heißer, als sie es zu Beginn der Menschheitsgeschichte gewesen ist.

Deshalb ist in der Erdgeschichte auf eine Eiszeit immer eine Warmzeit gefolgt. Diese sogenannten Interglaziale haben zwischen 10.000 und 400.000 Jahren angehalten und waren Klimaperioden mit stark erhöhten Temperaturen. Auch die heutige Zeit, das sogenannte Holozän, ist eine Warmzeit, die seit rund 12 000 Jahren anhält. Auf das Holozän müsste den Geowissenschaftlern zufolge wieder eine Eiszeit folgen.

Wäre also ein Weltuntergangsszenario durch extreme Kälte denkbar? Eher nicht. Von einem tatsächlichen Weltuntergang könnte nicht einmal in einer neuen Eiszeit die Rede sein. In den vergangenen Eiszeiten hat es mit dem Mammut, dem Höhlenbär, dem Rentier und dem Höhlenlöwen schließlich auch Leben auf der Erde gegeben. Und auch der Mensch wäre sicher in der Lage, sich den veränderten Klimabedingungen anzupassen. Es wäre aber mit einer deutlichen Dezimierung der Menschheit zu rechnen.

Würde allerdings die Sonne verschwinden oder explodieren, dann wäre ein Weltuntergang aufgrund von tödlichen Temperaturen durchaus denkbar.

Der rote Riese – Weltuntergangsszenario Sonnenausdehnung

Sonne Weltuntergang

Leitet die Sonne das Ende der Erde ein (Foto: Rashevskyi Viacheslav | Shutterstock)

Die Sonne ist mehr als vier Milliarden Jahre alt. Ähnlich alt ist auch unsere Erde, auf der seit jeher nur wegen ihrer Nähe zur Sonne flüssiges Wasser verfügbar ist. Die Sonne ist für unseren Planeten ein Lebensspender. Aber genauso leicht kann sie das Leben wieder nehmen.

Das Weltuntergangsszenario Sonnenausdehnung: Die Erde brennt. Lava fließt überall. Am Himmel steht ein feuerroter Ball, der irgendwann die Sonne gewesen ist. Himmelblau gibt es nicht mehr. Auf der Erdoberfläche herrschen 700 bis 1000 Grad Celsius. Auch Wasser gibt es nicht. Genauso wenig gibt es noch Leben. Das Wort Sonnenuntergang hat eine neue Bedeutung erhalten, denn im wahrsten Sinne des Wortes geht die Sonne unter. Ihr Leben neigt sich dem Ende zu. Die Sonne ist kein Planet, sondern ein Stern. Daher hat auch sie ein Ablaufdatum. Aber wie es sich für einen Stern gehört, „dreht“ die Sonne nochmal so richtig auf, bevor sie verschwindet. Nur wird sich an diese letzten Atemzüge niemand mehr erinnern können, denn eine Supernova am Lebensende der Sonne würde das Leben auf der Erde vernichten, weit bevor die Sonne ihren endgültigen Untergang vollzieht. Nach diesem finalen Sonnenuntergang ist die Wärmequelle der Erde Geschichte. Es ist dunkel und kalt. Die Welt ist erfroren.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Die Sonne hat ein Leben von rund zehn Milliarden Jahren. Wie jeder Stern ist sie eine Kugel in Gasform. Kernfusionen halten sie zusammen. Wenn sich das Brennmaterial eines Sterns allerdings dem Ende zuneigt, dann bläht er sich auf und fällt wieder in sich zusammen. Eine Supernova entsteht. Für einen Stern ist das ein spektakuläres Ende, das ihn kurz vor dem Ende noch einmal zum Riesen macht.

Für die Erde wäre diese Entwicklung – wenn die Sonne sie durchläuft – fatal, denn als roter Riese würde die Sonne noch heftiger strahlen, als sie es bislang tut. Die Erde und die Sonne trennen etwa 150 Millionen Kilometer. Ein „Sicherheitsabstand“, der dafür sorgt, dass die Sonnenstrahlung das Leben auf dem blauen Planeten nicht verbrennt. Sobald die Sonne allerdings zum roten Riesen wird, reicht die Entfernung nicht mehr aus, um lebensfreundliche Bedingungen zu bieten.

Dass dieser Prozess in etwa 5,5 Milliarden Jahren stattfinden wird, ist wissenschaftlich belegt. Die Sonne erhöhte ihre Strahlungsenergie permanent. Und würde mit ihrem Sterben sämtliches Leben auf der Erde auslöschen.

Wenn die Menschheit bis dahin keine „Ausweichquartiere“ gefunden hat, ist sie dem Untergang geweiht. Zunächst würde sie sich vermutlich nach unter die Erde und in die Meere zurückziehen, aber wegen der permanent zunehmende Hitze wäre das nur eine Übergangslösung. Auf dem Höhepunkt des Prozesses wird die aufgeblähte Sonne die Erdumlaufbahn erreichen. Die Erde würde sich dann von ihrer Umlaufbahn zurückziehen und in etwa auf der Höhe des Mars landen.

Dort fehlt ihr dann jede Energieversorgung und sie würde sich zu einem sauerstofflosen Eisplaneten mit Oberflächentemperaturen von Minus 200 Grad Celsius entwickeln. Dieses Szenario wird sicher eintreffen. Wenn sich das Leben auf der Erde vorher nicht bereits auf andere Weise vernichtet, werden es spätestens diese Ereignisse beenden. Noch weit vor der Sonnenausdehnung könnte das Leben auf der Erde aber auch der Supernova anderer Sterne zum Opfer fallen.

Wenn Sterne explodieren – Weltuntergangsszenario Supernova

Supernova Weltuntergang

Droht der Weltuntergang durch eine Supernova? (Foto: Aphelleon | Shutterstock)

Seit Jahren liest man regelmäßig Eilmeldungen über eine angeblich bevorstehende Supernova. Es gab immer wieder Weltuntergangsankündigungen, die eine Supernova als Ursache nannten. Bisher ist nichts passiert. Eine Supernova in einer Entfernung von weniger als 200 Lichtjahren könnte der Erde allerdings durchaus etwas anhaben. Oder?

Das Weltuntergangsszenario Supernova: Ein extremes Leuchten. Die Erde wird von der Explosion eines sterbenden Sterns ergriffen. 70 Tage oder länger hält der Ausnahmezustand an. Das Leben hat sich von der Erdoberfläche zurückgezogen, um sich zu erhalten. Nach der Supernova beginnt aber erst die eigentliche Lebensbedrohung. Die Umwelt verändert sich schleichend. Die Luft, das Wasser und die Erde sind giftig. Die Umweltveränderungen raffen Stück für Stück die einzelnen Lebensformen dahin. Ein giftiger und toter Planet ohne jegliches Lebenszeichen bleibt zurück.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Viele Sterne sind wesentlich größer als die Sonne, in die die Erde bereits millionenfach hinein passt. Die freigesetzten Energiemengen einer Supernova in direkter Erdnähe hätten zweifelsohne gewaltige Konsequenzen. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass die Erde erst aus einer Supernova entstanden ist, denn die dabei freigesetzten Eisenteilchen können vermutlich Planeten formen. Die Supernova ist ein natürlicher Erneuerungsprozess des Universums. Alte Sterne vergehen und neue Planeten entstehen.

In der Frühzeit der Erde soll es noch bedeutend mehr Supernovae gegeben haben, ohne eine vernichtende Wirkung zu entfalten. Das lässt einige Wissenschaftler daran zweifeln, dass eine Supernova je die Erde vernichten wird.

Andere Wissenschaftler ziehen das Weltuntergangsszenario Supernova trotzdem in Betracht. Wegen der ständigen Kernfusionen sind Sterne radioaktiv. Eine Supernova in Erdnähe könnte die Erde daher nachhaltig mit radioaktiven Substanzen verseuchen und langsam zu Grunde richten. Allerdings wäre in diesem Zusammenhang das Überleben durch Mutation die wahrscheinlichere Vorstellung als die allumfassende Auslöschung.

Supernovae sind bislang zwar aber nur sehr elementar erforscht. Trotzdem hat die Wissenschaft bereits zahlreiche Theorien entwickelt. Eine davon ist die von der Entstehung eines Gammablitz, die uns zu unserem nächsten Untergangsszenario führt.

Das Ewige in der Sphäre des Zeitlichen – Massensterben nach Gammablitz

Gammablitz

Sorgt ein Gammablitz für den Weltuntergang (Foto: Igor Zh. | Shutterstock)

Innerhalb von nur zehn Sekunden setzt ein Gammablitz mehr Energie frei als es die Sonne in mehreren Millionen Jahren tut. 2008 beobachtete die NASA den bislang hellsten Gammablitz, der sogar mit bloßem Auge sichtbar war. Was würde wohl passieren, wenn die gewaltigen Energien eines solchen Leuchtwunders auf die Erde treffen würden?

Das Weltuntergangsszenario Gammablitz: Das Ewige dringt in die Sphäre des Zeitlichen ein. In der Form von gebündelten Energien durchschießt ein wenige Sekunden anhaltender Gammablitz die schützende Ozonschicht der Erde. Als er unten ankommt, zerstört er das Leben einer gesamten Erdhalbkugel. Die gegenüberliegende Halbkugel ist vorerst sicher. Vorerst, denn das Artensterben auf der anderen Seite und die Zerstörung des Ozons raffen langfristig auch die zweite Erdhälfte dahin. Die elektromagnetische Strahlung der Sonne dringt nämlich fortan ungehindert durch das Loch in der Ozonschicht in die Erdatmosphäre ein.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Die Vorstellung von einem Armageddon durch Gammablitze ist weniger eine Science Fiction, als eine reelle Möglichkeit. So soll eines der größten Massensterben der gesamten Erdgeschichte auf einen Gammablitz zurückzuführen sein. Vor über 400 Millionen Jahren gab es auf der Erde noch keine Landlebewesen. Die Ozeane waren aber bevölkert. Ein Gammablitz aus der Milchstraße soll damals die Ozonschicht durchbrochen haben. Die UV-Strahlung der Sonne soll daraufhin ungehindert in die Urozeane eingedrungen sein und in den obersten Wasserschichten verschiedene Organismen ausgelöscht haben, so zum Beispiel die Trilobiten. Würde ein Gammblitz in Zukunft die Erde treffen, so ist Wissenschaftlern zufolge ein Massenserben auf dem gesamten Planeten zu erwarten. Die Nahrungsmittelversorgung würde durch das Loch in der Ozonschicht aus der Balance geraten. Das Klima und die Atmosphäre würden sich maßgeblich verändern. Anders als Supernovae sind Gammablitze sogar ab einer Entfernung von 3000 Lichtjahren ein Risiko für das Leben auf der Erde. Ob Gammablitze ein Phänomen von Supernovae oder ein unabhängiges Ereignis sind, ist bislang nicht abschließend geklärt. Von einem echten Weltuntergang kann bei einem Gammablitz-Szenario trotzdem nicht die Rede sein. Wissenschaftler vermuten, dass sich die Weltbevölkerung nach einem solchen Ereignis auf rund zehn Prozent der jetzigen Zahlen reduzieren würde. Die komplette Vernichtung von Leben ist nach wissenschaftlicher Mehrheitsmeinung allerdings nicht zu erwarten.

Die Erde erschlagen – Weltuntergangsszenario Asteroid

Asteroid Weltuntergang

Beliebtest Filmszenario: Weltuntergang durch Asteroiden (Foto: Johan Swanepoel | Shutterstock)

Im September 2015 sehen viele Endzeit-Fanatiker den letzten Tag der Erdgeschichte. Ein gewaltiger Asteroid soll laut ihnen in dieser Zeit die gesamte Erde auslöschen. Das Weltuntergangsszenario Asteroid ist 2015 also aktueller, denn je.

Das Weltuntergangsszenario Asteroid: Unermesslich riesige Brocken Gestein schlagen auf der Erde ein. Sie treffen mit solcher Schlagkraft auf die Erdoberfläche, dass sie riesige Krater in den Planeten reißen. Klumpen mit einer Größe von mehr als 100 Kilometern fallen in zivilisierte Gebiete und löschen dort Schlag auf Schlag sämtliches Leben aus. Die Erde wirkt wie dem Armageddon-Szenario eines schlechten Films entnommen. Unter den wenigen Überlebenden herrscht absoluter Ausnahmezustand.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Es gibt mehr als 500.000 bekannte Asteroiden. Die meisten davon kreisen um die Sonne. Fast alle dieser „Klumpen“ sind allerdings von eher geringerem Umfang und würden die Erde bei einer Kollision zumindest nicht vollends untergehen lassen. Nur etwa 30 Asteroiden weisen eine Größe auf, die dem Planeten ernsthafte Schwierigkeiten bereiten könnte. Dass Asteroiden auf die Erde stürzen können, weiß man schon seit dem 18. Jahrhundert. Damals hat Giuseppe Piazzi ein derartiges Objekt gefunden und mit einem Kometen verwechselt. Auch der Vredeforte-Krater in Südafrika erinnert mit 320 Kilometern Länge und 18 Kilometern Breite an einen Millionen Jahre alten Asteroidenschlag. Die Erde steht trotz dieser und ähnlicher Phänomene allerdings bis heute. Wirklich gefährlich wären nur riesige Asteroiden, die die Erdbahn kreuzen. Die Bahnen der Asteroiden werden daher ständig von Wissenschaftlern überwacht, um eine eventuell drohende Gefahr zeitnah zu identifizieren. Dass ein Asteroid den Weltuntergang einläuten wird, halten Wissenschaftler mittlerweile für eher unwahrscheinlich. 2880 könnte es allerdings zur einer kleinen Asteroidenkatastrophe kommen. In diesem Jahr soll der Asteroid 1950 DA sehr nah an die Erde geraten. Das 1,1 Kilometer große Objekt könnte dann mit der Erde zusammenstoßen. Für dieses Szenario geht die Wissenschaft aber nur von einer Wahrscheinlichkeit von unter einem Prozent aus.

Von Lava verschüttet – Weltuntergangsszenario Supervulkane

Supervulkan Weltuntergang

Bedrohen Supervulkane die Erde? (Foto: Melkor3D | Shutterstock)

Sie verfügen aber gewaltige Kräfte und gehören zu den am meisten besuchten Orte der Erde: riesige Vulkane. Plätze wie der Yellowstone Nationalpark werden jährlich von vielen Millionen Gästen besucht. Der dort angesiedelte Yellowstone Vulkan wird von ebenso vielen Menschen allerdings als eine der größten Gefahrenquellen auf der ganzen Erde gesehen.

Das Weltuntergangsszenario Vulkan: 250 Kilometer Land liegen in Schutt und Asche. Der Himmel wird weltweit schwarz. Global sinkt die Temperatur um mehrere Grad Celsius. Verantwortlich dafür ist ein riesiger Supervulkan, aus dem mehrere tausend Kubikkilometer Magma ausgeworfen werden. Wie ein feindlicher Organismus schlängelt sie sich durch die nächste Umgebung und verschlingt, worauf auch immer sie trifft. Flutwellen und Erdbeben begleiten die über 1000 Grad Celsius heiße Eruption. Wie ein dicker Schleier ziehen sich Schwefelgase und Asche durch die gesamte Erdatmosphäre. Der feine Vulkanstaub legt sich auf Lebewesen und lässt sie in einer zementartigen Masse zu toten Steingebilden werden. Ein vulkanischer Winter bricht an. Die obere Stratosphäre heizt sich auf. In der unteren Schicht und damit im Lebensraum aller Erdlebewesen herrscht auf der gesamten Welt eisige Kälte.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: In der Geschichte des Yellowstone Supervulkans sind drei Ausbrüche bekannt. Der letzte Ausbruch liegt rund zwei Millionen Jahre zurück. Wissenschaftlern zufolge könnte der nächste Ausbruch in kurzer Zeit stattfinden. Ein starkes Erdbeben könnte den Vulkan aktivieren. Erdbeben und ähnliche Naturkatastrophen werden aktuell vom globalen Klimawandel begünstigt. Viele Wissenschaftler halten das Weltuntergangsszenario Supervulkan daher für ungleich wahrscheinlicher als das der Gammablitze oder Meteorideneinschläge. Schließlich gibt es rund 20 Supervulkane auf der Welt. Aktiv ist neben dem Yellowstone Supervulkan in Wyoming heute zum Beispiel auch der Vilama-Caldera-Supervulkan. Er liegt im Dreiländereck Chile, Argentinien und Bolivien. Der Ausbruch eines Supervulkans würde dem Wort Klimawandel eine neue Bedeutung geben. Klare Vorhersagen bezüglich der Auswirkungen kann die heutige Wissenschaft nur mit Mühe geben, da sie einen solchen Ausbruch bislang nicht mitverfolgen durfte. In einem Kreis von rund 100 Kilometern um den Supervulkan herum würde allerdings jedes Leben ausgelöscht werden. Im Rahmen der Tobakatastrophentheorie hat ein Vulkanausbruch die Menschheit in der Vergangenheit sogar auf wenige tausend Individuen reduziert. So soll vor 75.000 Jahren der indonesische Toba-Vulkan ausgebrochen sein und eine Vielzahl von Lebewesen dem Untergang geweiht haben. Die ganze Welt würde nach einem Vulkanausbruch vermutlich nicht untergehen. Das Leben würde nicht aussterben, aber in seiner Entwicklung weit zurückgeworfen.

Die Erde umgekehrt – Weltuntergangsszenario Polsprung

Polumkehr Weltuntergang

Wird die Polumkehr zur Gefahr? (Foto: Andrey VP | Shutterstock)

Die ägyptischen Orion-Prophezeiungen hatten das Ende der Welt im Jahr 2012 vermutet. Sie schilderten als Ursache ein ähnliches Szenario wie die Mayas – eine Polumkehr und sich häufende Naturkatastrophen. 2012 ist die Welt nicht untergegangen, aber eine Polumkehr soll sich laut Verschwörungstheoretikern schon lange ankündigen.

Das Weltuntergangsszenario Polumkehr: Das Magnetfeld der Erde ist aus dem Gleichgewicht geraten. Kompasse zeigen nach Süden. Die Kontinente verschieben sich und Erdbeben lassen ganze Städte einstürzen. Tsunamis verschlingen Millionen von Leben und zerstören die halbe Welt. Das Klima verändert sich drastisch und eine ausgedehnte Dürre stellt sich ein. Alle elektronischen Anlagen sind Störungen unterworfen. Satelliten sind überhaupt nicht mehr betriebsfähig. Der Polsprung hat die Erde und ihre Lebensformen aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Sonne ist wegen der Veränderungen im Magnetfeld heißer, als je zuvor. Die Krebsrate steigt an und die Lebensbedingungen werden feindlich. Einige Arten sterben aus. Andere mutieren.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Sonnenstürme sind ein wissenschaftlich erwiesenes Phänomen. Solche Stürme finden in regelmäßigen Abständen statt. Zu den Vorboten zählen Sonnenflecken, wie sie nach der Jahrtausendwende beobachtet werden konnten. Ein Sonnensturm entspricht einem starken Strahlenausbruch. Ein solcher Ausbruch kann sich unter Umständen Richtung Erde wenden. Besonders heftige Strahlenausbrüche Richtung Erde könnten das Magnetfeld der Erde verändern. Im Extremfall würden sich bei diesen Veränderungen die Pole umkehren. Welche unmittelbaren Folgen dieser Polsprung auf das Leben der Erde haben würde, ist unter Wissenschaftlern stark umstritten. Das Ende der Welt würde so vermutlich nicht eintreten. Katastrophen mit Endzeitstimmung und einer drastischen Reduzierung aller Arten wären durch Polumkehrungen in Folge eines Sonnensturms wissenschaftlich aber denkbar.

Von einem Loch verschluckt – Weltuntergangsszenario schwarze Löcher

Schwarzes Loch Weltuntergang

Fällt die Erde einem schwarzen Loch zum Opfer? (Foto: Vadim Sadovski | Shutterstock)

Spätestens seit dem ersten von Menschen geschaffenen Teilchenbeschleuniger fürchtet sich die Welt vor dem Schwarzen Loch. Elementarteilchen, ionisierte Atome, Molekülbruchstücke und Moleküle werden in elektrischen Feldern auf kaum vorstellbare Geschwindigkeiten gebracht. Manche Teilchen erreichen so annähernd Lichtgeschwindigkeit. Vor fast 17 Milliarden Jahren hat sich der Urknall abgespielt. Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt will dieses Szenario rekonstruieren. Bei dieser Simulation könnten schwarze Löcher entstehen.

Das Weltuntergangsszenario schwarze Löcher: Das Raumzeitgefüge wird durch enorme Gravitation in einem riesigen schwarzen Loch so verzerrt, dass weder Licht, noch Materie hinaus gelangen. Durch die Gravitation zieht das Loch Materie an. Die Erde wird von dem riesigen Loch verschluckt. Nichts als ihre Masse bleibt erhalten. Was einmal war, ist nicht mehr da. Alle Information und alles Leben sind im schwarzen Loch verloren gegangen.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Über schwarze Löcher lässt sich bislang nur theorisieren. Die Wissenschaftler spalten sich an dem Phänomen. Während einige vom Informationsvernichter schwarzes Loch sprechen, halten andere den kompletten Verlust der Information für unmöglich. Dass ein schwarzes Loch die Erde verschlucken wird, halten die meisten Wissenschaftler ohnehin für unwahrscheinlich. Die Angst vor den schwarzen Löchern im Teilchenbeschleuniger des CERN war unbegründet. Schon vor dem Versuch hielt die Wissenschaft an der Aussage fest, dass lediglich winzige schwarze Löcher bei dem Experiment entstehen könnten. In Wirklichkeit entstand aber kein noch so winziges schwarzes Loch und die Wissenschaft ist im Hinblick auf schwarze Löcher auch nach dem Versuch nur so schlau wie zuvor.

Von Krankheiten ausgelöscht – Weltuntergangsszenario Pandemie

Pandemie Weltuntergang

Ist eine Pandemie der Totengräber der Menschheit? (Foto: Sergey Nivens | Shutterstock)

Fast jedes Jahr ist in Zeitungsüberschriften und Fernsehberichten von einer neuen Krankheit mit Gefahrenpotenzial für die halbe Welt die Rede. Trotz des wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritts ist die Menschheit noch lange nicht vor sämtlichen Krankheiten geschützt. Die Angst vor dem Untergang jeglichen Lebens durch eine Pandemie ist weit verbreitet. Zu Recht?

Das Weltuntergangsszenario Pandemie: Zugvögel verbreiten eine tödliche Grippe. Die neue Superkrankheit ist so unheilbar wie Tollwut und so ansteckend wie Ebola. Zuerst ist nur ein lokales Fleckchen der Welt betroffen. Ein Gegenmittel gegen die neuartige Erkrankung gibt es bislang nicht. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen, denn die Krankheit ist hoch ansteckend. Innerhalb weniger Tage breitet sie sich über die gesamte Welt aus. Die Auswirkungen sind kaum mehr zu kontrollieren. Um ein Antidot zu entwickeln, bleibt keine Zeit. Kaum ein Mensch überlebt. Alle Überlebenden sind mutiert und die Welt, wie man sie kannte, gibt es nicht mehr.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Als eine der bekanntesten Pandemien der Menschengeschichte gilt die Pest. Sie brachte im Mittelalter innerhalb kürzester Zeit mehr als 20 Millionen Menschen um. Auch in der heutigen Zeit sind Pandemien nicht ausgeschlossen. Hoch entwickelte Länder wie Deutschland wären in einem Pandemie-Szenario aber vermutlich dazu in der Lage, die Ausbreitung einigermaßen zu beschränken und die Versorgung der Betroffenen sicherzustellen. Eine globale Pandemie ist denkbar, würde wahrscheinlich aber nicht sämtliches Menschenleben ausrotten. Die Versorgung mit Medikamenten und die Unterbringung der Betroffenen im Krankenhaus wäre nichtsdestotrotz eine Herausforderung, da ein pandemisches Phänomen derart viele Menschen treffen würde, so dass schnell sämtliche Kapazitäten erschöpft wären. Trotzdem geht die Wissenschaft bei einem Pandemie-Szenario durch eine Influenza wie die Vogelgrippe heute von lediglich 160 000 Toten aus. Rund 20 Millionen müssten in diesem Szenario aber behandelt werden. Insgesamt wären die Schäden also hoch, würden vermutlich aber nicht den Untergang der Menschheit und schon gar nicht den der ganzen Welt bedeuten. Andererseits entwickeln sich Krankheitserreger ständig weiter. Erfahrungsgemäß gibt es im Kontakt mit jedem Krankheitserreger allerdings auch Menschen, die gegen die Erkrankung immun sind. Aufgrund dieser Beobachtung bliebe der komplette Untergang sogar bei einem hochentwickelten Krankheitserreger unwahrscheinlich.

Von Zombies zerfetzt – Weltuntergangsszenario Zombieapokalypse

Zombie Weltuntergang

Setzen Zombies der Menschheit ein Ende? (Foto: fotogestoeber | Shutterstock)

Die Menschheit mutiert. Ob durch eine Pandemie, Gifte oder veränderte Umweltbedingungen – die Mutation der gesamten Menschenrasse wird von Filmen und Serien wie „The Walking Dead“ allzu gerne als Leitthema aufgegriffen. Was ist dran?

Das Weltuntergangsszenario Zombieapokalypse: Ein Virus ist ausgebrochen. Pandemisch breitet es sich aus. Zeitgleich häufen sich Fälle von Kannibalismus. Auf offener Straße fallen Menschen mit toten Augen andere Menschen an. Die Pandemie ist nicht zu kontrollieren. Ob sie von einer Nation als Biowaffe verbreitet wurde oder durch bislang unbekannte Erreger entstanden ist, bleibt unklar. Die Grenzen der Länder werden geschlossen. Auch diese Maßnahme hindert das Virus aber nicht an der Ausbreitung. Die Polizei und die Armee versuchen die Kannibalismusfälle unter Kontrolle zu halten. Sie fallen aber selbst Angriffen zum Opfer, denn Schüsse in die Brust stoppen die Angreifer bpsw. nicht. Die Kannibalen sind nämlich schon tot. Es riecht nach Verwesung und Blut. Die Städte gleichen Geisterstädten und sind mit Müll und Körperteilen gepflastert. Ein Versorgungssystem gibt es nicht mehr. Die wenigen Überlebenden sind auf sich alleine gestellt und verfallen in einen archaischen Lebensstil.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Die Zombie-Apokalypse wird es nicht geben, so sagen Wissenschaftler. Ob es Krankheiten gibt, die Menschen zu einer Art Zombie-Killermaschine werden lassen? Der Arzt S. Schlozmann beschreibt mit seinem Buch „The Zombie Autopsies“ die neurodegenerative Krankheit ANSDS. Diese Hunger-Ataxie wird durch Läsionen im Frontallappen des Gehirn ausgelöst. Hier werden die Urtriebe kontrolliert. Bei Läsionen in diesem Zentrum könnte der Mensch also nur noch von seinen ursprünglichsten Trieben gesteuert werden. So vor allem von Wut und Hunger, wie sie für die Zombievorstellung charakteristisch sind. Patienten einer solchen Erkrankung hätten permanent Lust auf Fleisch und würden sich nicht mehr menschlich verhalten. Obwohl ein solches Szenario im Rahmen einer viralen Pandemie theoretisch vorstellbar wäre, gehen Wissenschaftler nicht davon aus, dass die Menschheit durch eine solche Pandemie je ausgelöscht werden wird.

Atomverseucht – Weltuntergangsszenario Atomarkrieg

Atomkrieg Weltuntergang

Verseucht ein Atomkrieg die Erde? (Foto: alones | Bigstock)

Seit der Kubakrise ist ein Atomkrieg ein nicht gänzlich unwahrscheinliches Szenario. Die Akutgefahr während der des Kalten Krieges gibt es heute vielleicht nicht mehr, aber die Atomkriegsuhr steht trotzdem auf fünf vor zwölf, um vor einem drohenden Atomkrieg in der nahen Zukunft zu warnen.

Das Weltuntergangsszenario Atomkrieg: Die städtischen Flächen liegen in Schutt und Asche. Auf der ganzen Welt regnet es sauer. Auf manchen Flecken der Erde herrschen bis zu einer Million Grad Celsius. Auf den Straßen liegen Tote. Überlebende sind bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Ein Schleier aus dichtem Rauch liegt über der ganzen Welt. Asche fällt vom Himmel. Die Lebensmittel sind ungenießbar, Landstriche verödet und die Erdatmosphäre kühlt bedenklich ab. Ein nuklearer Winter stellt sich ein. Überlebende haben mit atomarer Verseuchung zu kämpfen, die sie schleichend ums Leben bringt.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Ein dritter Weltkrieg wäre vermutlich ein atomarer Weltkrieg. Wissenschaftlich betrachtet könnte dieses Szenario tatsächlich den ganzen Planeten dahin raffen. Die Katastrophe von Hiroshima hat mit einer Nuklearmasse von fast 70 Kilogramm klar gemacht, in welch verheerendem Ausmaß sich atomare Waffen auswirken. Die Angriffe 1945 brachten auf der Stelle rund 100.000 Menschen um. In der unmittelbaren Folgezeit erlagen knapp 150.000 weitere Menschen den Nachwirkungen. Der Wind und der Regen hatten die Verseuchung über die Welt verteilt. Tiere, Pflanzen und Menschen mutierten. Europäische Pilze gelten bis heute als belastet. Auch Dekaden später hat der Nuklearangriff noch Menschenleben genommen. Wissenschaftlern zufolge würde ein globaler Nuklearkrieg vermutlich den Großteil der Erde, unter Umständen sogar die gesamte Erde auslöschen. Die Atomkriegsuhr steht daher nicht zu Unrecht auf fünf vor zwölf.

Maschinell unterworfen – Weltuntergangsszenario Herrschaft der Maschinen

Roboter Weltuntergang

Werden unsere Maschinen unsere Welt beherrschen? (Foto: Ociacia | Shutterstock)

Maschinen gehen dem Menschen heutzutage an jeder Stelle des Alltags zur Hand. Sie mähen selbstständig Rasen, saugen und wischen das Haus, helfen bei der Kommunikation und der globalen Interaktion. Laut der Global Challenges Foundation könnten Maschinen der Menschheit allerdings genauso gut gefährlich werden.

Das Weltuntergangsszenario Maschinenherrschaft: Künstliche Intelligenz hat die Welt übernommen. Robotor können sich fortpflanzen und bauen sich selbst zusammen. Sie müssen nicht schlafen. Sie müssen weder essen, noch trinken. Sie sind kaum verletzbar und nicht manipulierbar. Den Menschen haben sie in einem Krieg unterworfen. Die wenigen Überlebenden des Kampfes Mensch gegen Maschine sind von den Maschinen versklavt worden. Die neue Welt ist technologisch. Echtes Leben fehlt.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Über lange Zeit war die Vorstellung einer Maschinenherrschaft mehr oder weniger Science Fiction. Heute schätzen Wissenschaftler die reelle Gefahr für ein solches Szenario auf bis zu zehn Prozent ein. Künstliche Intelligenz wird immer komplexer und undurchschaubarer. Am MIT gibt es heute schon Roboter, die ihre Gestalt ändern können und so theoretisch Fortpflanzungspotenzial besitzen. Die dort entwickelten Würfel nehmen über Fernsteuerung verschiedene Formen und Gestalten an. Bald werden sie den Projektbeteiligten zufolge selbst über ihre Transformation entscheiden können. Ein Problem sehen viele Wissenschaftler insbesondere im eventuell vorstellbaren Kriegseinsatz von unbesiegbaren, selbst entscheidenden Drohnen, der große Teile der Menschheit auslöschen könnte. Eine noch größere Gefahr vermuten die Wissenschaften allerdings in der Nanotechnologie. Winzige Nanotubes könnten gesundheitlich ähnliche Auswirkungen haben, wie Asbest. Das könnte die Menschheit fast unbemerkt auslöschen.

Und Gott steigt auf die Erde – religiöse Weltuntergangsszenarien

Gott Weltuntergang

Beenden Götter die kurze Geschichte der Menschheit? (Foto: Anastasios Kandris | Shutterstock)

Das Judentum, das Christentum und der Islam haben die Apokalypse beschrieben. Das jüngste Gericht ist ein Teil dieser Apokalypse. Der Hinduismus und der Buddhismus beschreiben einen immer wiederkehrenden Weltuntergang. Die nordische Ragnarök spricht vom Kampf der Götter und die Muspilli schildert den Kampf des Propheten Elias mit dem Antichristen. Kurzum: Der Weltuntergang ist Teil jeder Religionslehre.

Religiöse Weltuntergangsszenarien: Auf der Welt ist ein Kampf zwischen Gut und Böse ausgebrochen. Flammen züngeln über die Erde. Der Planet wird bei dem erbitterten Kampf in Schutt und Asche gelegt. Über Tote und Lebende wird göttlich gerichtet. Gute steigen in den Himmel auf. Schlechte dagegen in die Hölle hinab. Der unheilvolle Verlauf der Menschengeschichte muss durch Götter zum Abbruch gebracht werden. Die Welt wird nach den Wünschen der Götter verändert. Die alte Welt ist also untergegangen und eine neue bricht an.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: In religiösen Schriften sind die apokalyptischen Szenarien in der Regel mit den oben geschilderten Gedanken verbunden. Meist besteht eine pessimistische Grundstimmung. Die Menschheit wird für die Apokalypse verantwortlich gemacht. Das Menschenbild ist im Allgemeinen eher düster. Eine Ausnahme bildet die biblisch-jüdische Apokalyptik, die am guten Kern der Schöpfung festhält. Die Religionswissenschaften erkennen in apokalyptisch religiösen Schriften den menschlichen Wunsch nach einer gerechteren Welt. Das Leben kann ungerecht sein. Die Apokalypse wird diese ungerechte Welt untergehen lassen und eine neue, gerechte Erde entstehen lassen. Aus wissenschaftlicher Sicht wird es nicht zu einer religiösen Apokalypse kommen. Wie bei allen anderen Religionsszenarien handelt es sich bei den Apokalypsen lediglich um einen Ausdruck menschlicher Sehnsüchte.

Ausgelöscht und Außerirdischen – Weltuntergangsszenario Alieninvasion

Aliens Weltuntergang

Werden wir von Aliens ausgelöscht? (Foto: breaker213 | Bigstock)

Götterbildnisse in Stein zeigen Lebewesen mit Tierköpfen und Flügeln. Sie zeigen Ufos und sind zahlreichen Menschen ein Zeugnis von Begegnungen der vierten Art. Die Ägypter schrieben von Wesen mit bizarren Erscheinungsformen und auch die Bibel ist von Bildern beflügelter Wesen gespickt, die auf die Erde hinab steigen. Um den Weltuntergang einzuläuten?

Das Weltuntergangsszenario Alieninvasion: Riesige Ufos sind an verschiedenen Orten der Welt gelandet und haben große Flächen unter sich begraben. Die Aliens sind da. Sie sind gekommen, weil sie ihre eigene Welt versehentlich vernichtet haben und jetzt einen neuen Lebensraum einnehmen wollen – die Erde. Überall auf der Welt herrscht Ausnahmezustand. Ein intergalaktischer Krieg ist ausgebrochen. Die Waffen der Aliens sind allerdings hoch entwickelt. Auch ihre Körper sind es, sodass die Waffen der Menschen ihnen kaum etwas anhaben können. Die Menschheit ist dem Untergang geweiht und die Welt wird von den Aliens zu ihren Zwecken modifiziert, ausgebeutet und teilweise besiedelt.

Die wissenschaftlichen Hintergründe: Von Ufosichtungen ist immer wieder die Rede. Phänomene wie die Area 51 haben viele Alientheoretiker weit ausholende Theorien entwickeln lassen. Heute weisen auch Wissenschaftler darauf hin, dass die Erde in den unendlichen Weiten des Weltalls vermutlich nicht der einzige Ort mit Leben ist. Kontaktaufnahmen mit Außerirdischen haben bislang allerdings nicht mehr geliefert, als das sogenannte Wow-Signal. Bislang ist unklar, ob dieses elektromagnetische Signal tatsächlich gezielt von Außerirdischen abgegeben wurde, um von anderen intelligenten Lebensformen entdeckt zu werden. Laut des Weißen Hauses gibt es bislang keine Hinweise, die tatsächlich auf außerirdische Lebensformen schließen lassen. Sogar wenn außerirdisches Leben existiert, ist dieses Leben noch lange nicht feindlich, sondern könnte die Erde zuliebe des kosmologischen Gleichgewichts genauso gut vor einem Weltuntergang retten. Eine Alieninvasion wird als Weltuntergangsszenario daher für unwahrscheinlich gehalten. Die historischen Höhlengemälde von Außerirdischen waren Pseudo-Wissenschaftlern nichtsdestotrotz Anlass genug, die Aliens als Schöpfer der Erde und des menschlichen Lebens in Betracht zu ziehen. In Zusammenhang mit diesen Theorien existieren ähnliche Apokalypsen-Szenarien, wie die oben beschriebenen Religionsszenarien. Wissenschaftlich fundiert sind diese Theorien allerdings nicht.

Weltuntergangsuhr

Es gibt übrigens auch eine Weltuntergangsuhr. Die vom „Bulletin of the Atomic Scientists“ ins Leben gerufene symbolische Uhr misst das Risiko einer atomaren Vernichtung und anderer Szenarien für einen nahenden Weltuntergang. Wann immer sich die globale Sicherheitslage verändert oder Bedrohungen anderer Natur das Überleben der Menschheit gefährden, wird die Uhr vorgestellt.

News & Updates

Maya Weltuntergang

2012 hatten Weltuntergangspropheten Hochkunjunktur (Foto: Lukiyanova Natalia / frenta | Shutterstock)

Am 16. Mai 2016 – Asteroid löscht Erde aus

Am 26. Mai 2016 ist es mal wieder soweit. Ein gigantischer Asteroid soll die Erde vollständig auslöschen. Das behauptet jedenfalls ein japanischer Geistlicher. (Pfarrer Salazar / Tokio) Der extraterrestrische Killer soll einen Durchmesser von 8 Kilometern haben und für eine gigantische Flutwelle sorgen.

Schon dabei werden – der Prophezeiung zufolge – mehr als eine Milliarde Menschen sterben. Richtig haarig soll es dann aber 2020 werden, wenn der „Antichrist“ auf die Erde kommt und alles Leben auslöscht. Salazar beruft sich bei seiner Prophezeiung direkt auf Gott. Der habe ihm die Zukunft offenbart.

01 / 2016: Stephen Hawking – Die Menschheit vernichtet sich selbst

12 / 2015: Nibiru kollidiert mit der Erde

Es sind wieder Spekulationen aus der Onlineszene, die das nahende Ende der Welt als Grundlage haben. Die Untergangsprognose geht zurück auf Zecharia Sitchin, der von Überlieferungen der alten Babylonier und Sumerer berichtete. Diese sprachen von einem bislang unentdeckten Planeten namens Nibiru, der die Sonne alle 3.600 Jahre umkreist und wegen seiner Position hinter dem Neptun nicht sichtbar ist.

Dieser soll im Dezember diesen Jahres mit der Erde kollidieren und damit eine massive Verschiebung der Kontinente sowie Mega-Tsunamis auslösen. Ergebnis: Die Auslöschung des Lebens auf der Erde.

22. – 28. September 2015

Es ist mal wieder soweit. Im Netz machen Gerüchte die Runde, die Welt würde zwischen dem 22. und 28. September 2015 untergehen, weil ein riesiger Asteroid die Erde treffe. Innerhalb von nur drei Monaten soll das Himmelsgeschoß durch direkte Zerstörung und die nachfolgende Klimaveränderung die Menschheit auslöschen. Die NASA, die Asteroiden intensiv beobachtet, widerspricht den Mutmaßungen. Der amerikanischen Weltraumbehörde zufolge, wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahrhunderten kein größeres Himmelsobjekt auf die Erde treffen.

Florian hat hier – wie gewohnt – etwas ausführlicher erklärt, warum die Untergangsprognosen Blödsinn sind.

Juni 2014:

Die Welt wird untergehen. Mal wieder. Und dieses Mal sind die nicht Mayas Schuld. Eine galaktische Säurewolke wird die Erde treffen und alles Leben auslöschen.

Da ist sich – einem Bericht der „Stimme Russlands“ zufolge – der russische Astrophysiker Dr. Albert Sherwinski sicher. Sherwinski, der in Cambridge arbeitet prognostiziert die Zerstörung der Erde für den Juni 2014. Der Wissenschaftler ist überzeugt, dass sich eine Säurewolke aus Kollisionskurs mit der Erde befindet. Das würde – so Sherwinski – einige Ideen der theoretischen Physik bestätigen.

NASA gibt sich ahnungslos

Die NASA weiß von alledem natürlich nichts. Zumindest dementiert sie offiziell die Existenz einer solchen Wolke. Aber wie wir alle wissen, passiert das bestimmt nur, um den Ausbruch einer Panik zu vermeiden.

Der erste Weltuntergang für 2014 war übrigens für den 22. Februar „angekündigt“. Die Vorhersage basierte auf alten, skandinavischen Mythen, in denen der Weltuntergang als „Rangarök“ (Götterdämmerung) bezeichnet wurde.

Geht die Welt wirklich unter?

Nur um ganz sicher zu gehen und für alle, die Probleme mit dem Verstehen von Ironie haben: Wir gehen nicht davon aus, dass im Juni 2014 die Welt untergeht und halten den Bericht der „Stimme Russlands“ für haltlos. Experten sehen keine Belege für ein derartiges Szenario. Und ähhhmm … Welches Land war nochmal das mit dem höchsten Wodka-Konsum?

Links & Quellen

1 Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der „Säurewolke“
2 Astrophysiker: Weltraumwolke zerstört 2014 die Erde

Links & Quellen

1 Florian Freistetter setzt sich mit Untergangsprophezeiungen für 2015 auseinander

Sebastian Fiebiger: An dieser Stelle nochmal ein ganz klarer Hinweis von uns: Wir sehen „Weltuntergangsprognosen“ als Unterhaltung und Teil der Pop-Kultur. Wir gehen nicht davon aus, dass die Welt tatsächlich untergeht. Jedenfalls nicht innerhalb einer Zeitspanne, die für die Menschheit zum Problem wird. Trotzdem sind wir von Endzeit-Szenarien und den möglichen Konsequenzen fasziniert und lieben den Austausch darüber.

Weißt Du etwas über den Weltuntergang, das hier noch fehlt? Schreib uns Deine Meinung, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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Foto: Weltuntergang (Foto: Ig0rZh | iStock | Thinkstock)