Blogs zu Leistungsschutzrecht, NSA-Überwachung und Netflix258. Kaffeerunde: Die besten Blogposts am Morgen

kaffeerunde

Tag 258 | 2014 – An einem ganz normalen Montag – ohne dramatische Nachrichten aus der Ukraine, dem Irak und Gaza scheint in Berlin die Sonne. Der Kaffee steht frisch gebrüht vor mir, der RSS-Reader läuft auf Hochtouren und spuckt jede Menge interessanten Stuff für Euch aus:

Leistungsschutzrecht

Es wirkt! Vielleicht nicht ganz so, wie die Verlage sich das vorgestellt haben. Aber einige kleinere deutsche Suchmaschinen delisten die Angebote großer Zeitungen, die sich für die Wahrnehmung des LSR entschieden haben. Die kleineren Suchmaschinen können sich das Delistung zur Kostenvermeidung leisten. Google täte sich damit deutlich schwerer, würden die Verlage doch sofort das Kartell- und Wettbewerbsrecht bemühen, um den Monopolist zur Listung zu zwingen. Getreut dem Motto: Du musst listen und Du musst zahlen.

1 Stefan Niggemeier – Leistungsschutzrecht wirkt
2 Carta: Leistungsschutzrecht: Kein Missbrauchsverfahren gegen Google

Sebastian Fiebiger: Ich sehe Delistungen im großen Stil als Irrweg. Suchmaschinen leben von der nahezu vollständigen Erfassung des Webs und der Ergebnisvielfalt. Eine Beschneidung verstärkt die Monopolbildung im Bereich der Medien. Das unsägliche Leistungsschutzrecht muss wieder vom Tisch. Auch wenn das in der gegenwärtigen politischen Landschaft sicher einfach gesagt als getan ist.

Hat die NSA direkten Zugriff auf deutsche Netze?

Dass die NSA auch hierzulande Überwachungsmaßnahmen etabliert hat, dürfte angesichts der seit Monaten laufenden Enthüllungen diverser Whistleblower niemanden mehr überraschen. Die Geschichte bekommen mit einem Bericht des Spiegels aber eine gänzlich neue Qualität. Offenbar hat die NSA direkten Zugriff auf die Netze einiger deutscher Telekommunikationsunternehmen. Das BSI ist informiert und will die Angelegenheit untersuchen.

1 Caschy: Stellungnahme des BSI zur Spiegel-Story
2 Netzpolitik: Bericht über das Treasure Map der NSA

Sebastian Fiebiger: Die deutsche Politik muss – anstatt sich regelmäßig in kollektiver Empörung zu ergehen – endlich eine effektive Grundsatzstrategie für die Herausforderungen des Cyberwars entwickeln. Die großen Geheimdienste werden – egal, wie vollmundig anders lautende Versprechungen auch ausfallen – auch künftig deutsche Bürger überwachen. Deutschland muss sich auf die Spionageabwehr konzentrieren. Und dabei ist es ganz egal, aus welcher Richtung die virtuellen Angriffe kommen.

Netflix

Filmfans warten schon länger darauf, dass die US-Onlinevideothek Netflix auch in Deutschland startet und damit in Konkurrenz zu Angeboten wie Watchever, Amazon Instant Video und Maxdome tritt. Jetzt sind die deutschen Kooperationpartner bekanntgeworden. Neflix arbeitet in Deutschland mit der Deutschen Telekom und Vodafone zusammen. Die Telekom plant offenbar eine Integration von Netflix in das hauseigene „Entertain“.

1 Netflix: Diese Serien werden beim Deutschland-Start verfügbar sein
2 Kemmerzell – Netflix kooperiert mit Vodafone und Telekom
3 Bitpage – Netflix rollt Schritt für Schritt in Deutschland aus

Sebastian Fiebiger: Ich bin nur mäßig auf Netflix gespannt. Einfach deshalb, weil ich mit Amazon Prime recht zufrieden bin und Serien sowieso in der deutschen Synchronisation gucke. Trotzdem freut es mich, dass immer mehr Anbieter in den deutschen Markt drängen. Das hält die Preise unten.

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