
Was halten Frauen von einem Neubeginn nach einem Seitensprung? Das wollte die Frauenzeitschrift LISA im Jahr 2004 in Zusammenarbeit mit dem Emnid-Institut wissen.Anzeige
36 Prozent meinen: "so ein Mann ändert sich nicht"
Gefragt wurde zunächst nach einem damals viel beachteten Fall, in dem ein Ehemann nach einer Affäre reumütig zu seiner Familie zurückkehrte. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Frauen rieten der betrogenen Ehefrau, ihrem Mann für immer die Tür zu weisen. Die einen wollten sie und die Kinder vor weiteren Verletzungen schützen, denn "so ein Mann ändert sich nicht" (36 Prozent). Die anderen fürchteten, dass sie "nach diesem ganzen Hin und Her sonst endgültig Stolz und Würde verliert" (27 Prozent). Nur 13 Prozent nahmen dem Mann seine Reue ab und glaubten, dass er jetzt "ganz bestimmt weiß, wohin er gehört".
Bei den Frauen, die selbst schon einmal enttäuscht wurden, lehnt die Hälfte der befragten Frauen (52 Prozent) einen Neubeginn mit dem Ex konsequent ab. 9 Prozent unter ihnen sogar selbst dann, wenn es weh tut, und sie den Partner nicht vergessen können. Die 18 Prozent, die es nochmals mit ihrem Partner versucht hatten, bereuten dies später, "weil er sich nicht geändert hat".
Verzeihen lohnt sich nicht: 91 Prozent sind Wiederholungstäter
Nur bei 9 Prozent der Befragten, die ihrem Partner verziehen hatten, war ein Seitensprung nicht wieder vorgekommen.
Generell nach den Chancen einer aufgewärmten Liebe befragt, halten sich die Meinungen jedoch eher die Waage: 38 Prozent glauben, dass "nach einer (...) Krise die Liebe sogar stärker sein kann als zuvor" - vorausgesetzt, beide Partner haben daraus gelernt. Dass nach einer großen Enttäuschung "das Vertrauen einfach zerstört" ist und "die Probleme eher schlimmer werden", glauben hingegen 35 Prozent der Frauen. 18 Prozent geben der aufgewärmten Liebe nur dann eine Chance, wenn der Partner "sich wirklich geändert hat und (...) das auch beweisen kann".
Die Zeitschrift LISA führte die Umfrage 2004 unter 285 repräsentativ ausgewählten Frauen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren durch. Die Ergebnisse erschienen in der Ausgabe 23/2004.
